Oft­mals fällt im Bezug auf den Vermögens­aufbau der Begriff „Asset-Allo­kation“. Vie­le Anle­ger sind sogar der Mei­nung, dass nur mit einer sinn­vol­len Asset-Allo­kation lang­fris­tig erfolg­rei­cher Vermögens­aufbau mög­lich ist. Doch was steckt hin­ter die­sem Begriff. Und was sind über­haupt Assets und Assetklassen?

 

1. Was sind Assets?
2. Was sind Asset­klas­sen?
3. Was ist eine Asset-Allokation?

1. Was sind Assets?

Unter dem eng­li­schen Begriff „Asset“ ver­steht man in wirt­schaft­li­chen Zusam­men­hän­gen einen „Ver­mö­gens­wert“, einen Ver­mö­gens­ge­gen­stand oder auch ein Wirt­schafts­gut. Zu den Ver­mö­gens­wer­ten zäh­len alle Gegen­stän­de, die einen finan­zi­el­len Wert besit­zen. Also bei­spiels­wei­se Akti­en, Anlei­hen, Gemäl­de, Möbel, Autos aber auch Humankapital.

2. Was sind Assetklassen?

Die ein­zel­nen Assets bzw. Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de las­sen sich in soge­nann­te Asset­klas­sen zusam­men­fas­sen. Der Begriff Asset­klas­se ist eng­lisch für Anla­ge­klas­se. Die ein­zel­nen Asset­klas­sen unter­schei­den sich in ihrem Risi­ko-zu-Ren­di­te-Ver­hält­nis. Alle Assets mit einem glei­chen oder ähn­li­chem Ren­di­te-Risi­ko Pro­fil bil­den eine Assetklasse.

Die Asset­klas­sen wer­den in gro­ße Haupt­as­set­klas­sen und klei­ne­re Unter­as­set­klas­sen auf­ge­teilt. Es gibt meh­re­re Mög­lich­kei­ten Haupt­as­set­klas­sen zu defi­nie­ren, zum Bei­spiel nach Geo­gra­phi­scher Lage, Grö­ße oder auch nach der jewei­li­gen Branche.

Zu den 7 Haupt­as­set­klas­sen zäh­len:
- Akti­en
- Ren­ten­pa­pie­re
- liqui­de Mit­tel
- Immo­bi­li­en
- Roh­stof­fe
- Wag­nis­ka­pi­tal
- Kryp­to­wäh­rung

Nun wer­de ich die ein­zel­nen Asset­klas­sen ein­mal etwas genau­er beleuchten:

 

a) Akti­en

Eine Aktie ist ein Geschäfts­an­teil von einem Unter­neh­men, das an der Bör­se notiert ist. Anhand einer Aktie ist der Aktio­när (Besit­zer der Aktie) in der Lage direkt am Gewinn eines Unter­neh­mens zu par­ti­zi­pie­ren, sei es durch Kurs­stei­ge­run­gen und/oder Divi­den­den. Akti­en kön­nen auch gebün­delt als Fond oder ETF erwor­ben wer­den. Der Aktio­när ist sozu­sa­gen ein Teil­ei­gen­tü­mer des Unternehmens.

Die Haupt­as­set­klas­se „Akti­en“ kann man unter­tei­len in unter­schied­li­che Unter­as­set­klas­sen. Zum Bei­spiel anhand ihrer geo­gra­phi­schen Lage:

 

Eine Unter­tei­lung könn­te dann so aussehen:

- West­eu­ro­pa
– Ost­eu­ro­pa
– Süd­ame­ri­ka
– Nord­ame­ri­ka
– Asien

b) Ren­ten­pa­pie­re

Ein Ren­ten­pa­pier ist zum Bei­spiel eine Anlei­he (ver­brief­ter Kre­dit). Staa­ten und Unter­neh­men geben Anlei­hen an Pri­vat­an­le­ger aus um sich Fremd­ka­pi­tal zu beschaf­fen. Eine Anlei­he hat der­weil immer eine fes­te Lauf­zeit und eine fes­te Zins­bin­dung. Der Ertrag eine Anlei­he rich­tet sich nach dem Aus­fall­ri­si­ko der Anlei­he. Zah­lungs­kräf­ti­ge Emit­ten­ten wie der Staat Deutsch­land geben nur weni­ge Zin­sen auf ihre Anlei­he ab – im Gegen­satz zu hoch ver­schul­de­ten Staa­ten wie Grie­chen­land. Aber auch Anlei­hen sind als ETFs an der Bör­se erwerbbar.

Mög­li­che Unter­as­set­klas­sen wären hier zum Bei­spiel, kurz­fris­ti­ge und lang­fris­ti­ge Staatsanleihen.

c) Immo­bi­li­en

Eine Investition in eine Immo­bi­lie als Eigen­heim oder als Miet­ob­jekt zählt zu der Asset­klas­se „Immo­bi­lie“. Ein gro­ßer Vor­teil die­ser Asset­klas­se ist die Wert­sta­bi­li­tät, die eine Immo­bi­lie besitzt. Auch hier gibt es eine Unter­tei­lung in ver­schie­de­ne Unter­as­set­klas­sen, bei­spiels­wei­se die Form der Nut­zung, die Bau­wei­se der Immo­bi­lie oder auch die geo­gra­phi­sche Lage der Immo­bi­lie. Immo­bi­li­en kön­nen als REITs oder über Immo­bi­li­en­ak­ti­en wie die des Unter­neh­mens „Vono­via“ auch an der Bör­se gehan­delt werden.

 

d) Liqui­de Mittel

Liqui­de Mit­tel sind unter ande­rem Bar­geld oder auch Tages­geld. Bezeich­nend für liqui­de Mit­tel ist die dau­er­haf­te Ver­füg­bar­keit sowie ihre Wert­be­stän­dig­keit. Die gerin­ge Vola­ti­li­tät steht aber in direk­ter Ver­bin­dung mit einer gerin­ge­ren Rendite.

 

e) Roh­stof­fe

Unter Roh­stof­fen ver­steht man unter ande­rem Gold, Sil­ber oder auch Öl. An der Bör­se kön­nen Roh­stof­fe auch in Form von ETFs gehan­delt wer­den. Roh­stof­fe sind in Kri­sen­zei­ten rela­tiv lukrativ.

 

f) Wag­nis­ka­pi­tal

Unter Wag­nis­ka­pi­tal ver­steht man börs­li­che Betei­li­gun­gen an Unter­neh­men. Man spricht hier auch von ven­ture kapi­tal (zu deutsch Risi­ko­ka­pi­tal). Die Rede von Risi­ko­ka­pi­tal ist des­halb, da der Anle­ger mit sei­nem ein­ge­brach­ten Kapi­tal haf­tet. Eine Art von Wag­nis­ka­pi­tal ist zum Bei­spiel eine Betei­li­gung an einer GmbH.

 

g) Kryp­to­wäh­rung

Die letz­te Haupt­as­set­klas­se bezieht sich auf digi­ta­le Wäh­rung. Die bekann­tes­ten digi­ta­len Wäh­run­gen sind Bit­coin und Ethe­re­um. Nicht jeder Finanz­ex­per­te sieht in Kryp­to­wäh­run­gen eine Haupt­as­set­klas­se. Das liegt dar­an, dass die Kryp­to­wäh­rung noch sehr jung und auch sehr vola­til ist. Außer­dem gibt es noch kei­ne lang­fris­ti­gen Sta­tis­ti­ken dazu.

3. Was ist eine Asset-Allokation?

Unter einer Asset-Allo­kation ver­steht man die Ver­mö­gens­auf­tei­lung in Asset­klas­sen. Vor allem beim pas­si­ven Vermögens­aufbau ist eine sinn­vol­le Asset-Allo­kation wich­tig um lang­fris­tig Ver­mö­gen auf­bau­en zu können.

Ent­schei­dend für den Vermögens­aufbau ist die eige­ne Risi­ko­trag­fä­hig­keit. Denn nicht jede Asset­klas­se ist für jeden Anle­ger­typ geeig­net. Prak­ti­scher­wei­se kann fast jede Asset­klas­se kos­ten­güns­tig mit ETFs bespart werden.

Die Asset-Allo­kation wird unter­teilt in einen risi­ko­be­haf­te­ten Teil und einen risi­ko­frei­en Teil. Der risi­ko­freie Teil ist nor­ma­ler­wei­se sehr wert­sta­bil, der risi­ko­be­haf­te­te Teil dage­gen sehr vola­til aber auch deut­lich renditestärker.

Wie stark bei­de Tei­le gewich­tet wer­den ist abhän­gig von der Risi­ko­freu­dig­keit des Anle­gers. Häu­fig wird die­se jedoch über­schätzt und das führt dann im Crash zu Panik­ver­käu­fen mit gro­ßen Verlusten.

Des­halb ist es sinn­voll, zuvor sei­ne Risi­ko­be­reit­schaft tes­ten zu las­sen wie zum Bei­spiel mit die­sem Rech­ner

Zur Ver­an­schau­li­chung nun 3 bei­spiel­haf­te Asset-Allo­kation mit unter­schied­li­chem Risiko

 

Eine Asset-Allo­kation könn­te dann so aussehen.

Die Haupt­as­set­klas­sen kön­nen dann noch wei­ter unter­teilt wer­den wie hier die Asset­klas­se „Akti­en“

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Reb­a­lan­cing

Hat man ein­mal die richtige Asset-Allo­kation gefun­den, wird die­se auch bei­be­hal­ten. Das bedeu­tet, man muss auf die jewei­li­gen Wachs­tums­un­ter­schie­de der ein­zel­nen Posi­tio­nen reagie­ren – das nennt sich dann Reb­a­lan­cing. Hier­bei wird die alte pro­zen­tua­le Auf­tei­lung anhand von Spar­plä­nen oder Depot­um­schich­tun­gen wiederhergestellt.

Falls sich mit fort­ge­schrit­te­nem Alter die Risi­ko­trag­fä­hig­keit ändert dann ist es sinn­voll, das Port­fo­lio dem­entspre­chend anzu­pas­sen. Will man im Alter zum Bei­spiel weni­ger risi­ko­be­haf­tet sein, so kann man Akti­en ver­kau­fen und dafür mehr Geld auf ein Tages­geld­kon­to legen.

 

Fazit

Durch die richtige Asset-Allo­kation kann man das Risi­ko von gro­ßen Ver­lus­ten in jedem Fall redu­zie­ren wobei man nicht ver­ges­sen soll­te alle paar Jah­re zu reb­a­lan­cen. Ansons­ten gerät man in Gefahr, dass das eige­ne Port­fo­lio nicht mehr zur eige­nen Risi­ko­trag­fä­hig­keit passt. Die all­ge­mei­ne Risi­ko­trag­fä­hig­keit soll­te daher regel­mä­ßig über­prüft und falls nötig dar­auf­hin das Port­fo­lio ange­passt werden.

Grund­sätz­lich ist eine wohl über­leg­te Asset-Allo­kation vor allem für Passiv–Investoren zu emp­feh­len, die eine Buy and Hold Stra­te­gie fah­ren. Eine all­ge­mein gül­ti­ge Asset-Allo­kation für jeder­mann kann es nicht geben da jeder die ein­zel­nen Asset­klas­sen unter­schied­lich ris­kant ansieht und unter­schied­lich viel Risi­ko tra­gen kann. Für den einen Anle­ger gehö­ren ETFs auf die Welt­wirt­schaft dem risi­ko­frei­en Teil an, für den ande­ren Anle­ger dage­gen Part des risi­ko­be­haf­te­ten Teils.

 

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