“ Der Zinses­zins war die größ­te Erfin­dung des mensch­li­chen Den­kens“
– Albert Einstein

 

Beim Inves­tie­ren ist häu­fig die Rede von der Magie des Zinses­zins oder dem Zin­ses­zins­ef­fekt. Doch was steckt hin­ter die­ser Flos­kel? In die­sem Arti­kel zei­ge Ich euch, was es mit dem Zinses­zins auf sich hat, wie man die­sen berech­net und wie man am meis­ten von die­sem pro­fi­tie­ren kann.

 

1. Was ist der Zin­ses­zins­ef­fekt?
2. Wie berech­ne Ich den Zinses­zins?
3. Wie pro­fi­tie­re Ich am meis­ten vom Zinseszins?

 

1. Was ist der Zinseszinseffekt?

Der Zinses­zins ist der Zins, den man auf schon mal ver­zins­tes Kapi­tal bekommt. Zin­sen erwei­tern dein bestehen­des Kapi­tal und auf die­ses erwei­ter­te Kapi­tal bekommst du nun höhe­re Zin­sen. Der Zinses­zins ist eine Risi­ko­kom­pen­sa­ti­on für das vor­über­ge­hen­de Über­las­sen von Geld. Der Zinses­zins schafft Anreiz, Geld zu verleihen.

Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis, stel­le dir ein­mal einen Land­wirt namens Carl vor. Carl ist stol­zer Besit­zer eines 1000m² gro­ßen Kar­tof­fel­ackers. Die­ser Acker wirft jedes Jahr 10% Gewinn ab, was 100kg Kar­tof­feln ent­spricht. Mit dem Ver­kauf die­ser Kar­tof­feln kann Land­wirt Carl sei­nen Acker um 10% erwei­tern. Also besitzt Carl nach einem Jahr einen Acker von 1100m² und er erwirt­schaf­tet in die­sem Jahr dann 110kg Kar­tof­feln. Mit deren Ver­kauf er nach dem zwei­ten Jahr sei­nen Acker erneut um 10% auf 1210m² erwei­tern kann. Nach dem drit­ten Jahr dann auf 1331m² und nach dem vier­ten Jahr auf 1464m² und immer so weiter.

Die Rech­nung dazu sieht fol­gen­der­ma­ßen aus:
Im 1.Jahr: 1000 × 1,1 = 1100
Im 2.Jahr: 1000 × 1,1 × 1,1 = 1210 (oder 1100 × 1,1 = 1210)
Im 3.Jahr: 1000 × 1,1 × 1,1 × 1,1 = 1331 (oder 1210 × 1,1 = 1331)

Die erwirt­schaf­te­ten 10% Zin­sen wer­den also im nächs­ten Jahr immer wie­der mit­ver­zinst. Des­halb wächst die Gesamt­sum­me immer schnel­ler:
1.Jahr: + 100m²
2.Jahr: + 110m²
3.Jahr: + 121m² …

Wür­de Karl jedes Jahr sei­ne kom­plet­te Ren­di­te in eine Acker­ver­grö­ße­rung inves­tie­ren, so wäre sein Feld nach 7,2 Jah­ren mit 2000m² dop­pelt so groß als zu Beginn.

2. Wie berech­net man den Zinseszinseffekt?

 

Der Zinses­zins lässt sich mit fol­gen­der For­mel berechnen.

  Ein­mal­in­ves­ti­ti­on von 1000€ – Anla­ge­dau­er 5 Jahre

So sieht der zeit­li­che Ver­lauf einer Ein­mal­in­ves­ti­ti­on bei 3%, 5%, 7%, 9% und 12% aus. Gut ersicht­lich ist hier, dass umso bes­ser die Ver­zin­sung ist des­to bes­ser wirkt die Macht des Zinseszins.

Spar­plan 1000€ Anfangs­ka­pi­tal dann jeden Monat wei­te­re 100€ Sparrate

Noch beein­dru­cken­der kommt der Zinses­zins zum tra­gen, wenn er durch regel­mä­ßi­ge Spar­ra­ten unter­stützt wird.

3) Wie pro­fi­tiert man best­mög­lich vom Zinseszinseffekt?

Um best­mög­lich vom Zin­ses­zins­ef­fekt pro­fi­tie­ren zu kön­nen, muss man ver­stan­den haben, wel­che drei Fak­to­ren den Zinses­zins ent­schei­dend beeinflussen.

 

Fak­tor 1: Die Zeit

Umso frü­her du anfängst des­to län­ger kannst du spa­ren und umso stär­ker wirst du von der Magie des Zinses­zins profitieren.

Wenn du als Wunsch­s­par­sum­me bis zur Ren­te zum Bei­spiel 500.000€ fest­ge­legt hast und mit einem Ren­ten­ein­tritts­al­ter 65 Jah­re rech­nest, dann müss­test du bei einer Ren­di­te von 6% …

… und einem Anla­ge­zeit­raum von 40 Jah­ren jeden Monat 260€ anle­gen um mit 65 Jah­ren dei­ne Wunsch­sum­me ange­spart zu haben.

… und einem Anla­ge­zeit­raum von 30 Jah­ren, jeden Monat 510€ anle­gen um mit 65 Jah­ren dei­ne Wunsch­sum­me ange­spart zu haben.

… und einem Anla­ge­zeit­raum von 20 Jah­ren, jeden Monat 1097€ anle­gen um mit 65 Jah­ren dei­ne Wunsch­sum­me ange­spart zu haben.

Umso frü­her du beginnst mit dem Spa­ren des­to weni­ger musst du im Monat anspa­ren, um bei Ren­ten­ein­tritt dei­ne Wunsch­sum­me zur Ver­fü­gung zu haben.

 

Fak­tor 2: Die Rendite

Genau­so wich­tig ist die Ren­di­te, also die jähr­li­chen Erträ­ge, die dei­ne Investition erwirtschaftet.

Gera­de bei lan­gen Anla­ge­zeit­räu­men von 20, 25 oder 30 Jah­ren spie­len schon klei­ne Ren­di­te­un­ter­schie­de von 0,25–0,25% eine gro­ße Rol­le und kön­nen dich Tau­sen­de Euro kosten.

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Fol­gen­de Tabel­le zeigt dies gut:

 

Schon ein Unter­schied von 0,25%, kos­tet dich nach 30 Jah­ren 4.553€. Bei 1% Unter­schied dann schon fast 20.000€. Noch extre­mer ist der Unter­schied nach 40 Jah­ren, was in etwa dem Zeit­raum ent­spricht (zwi­schen Mit­te 20 und 65 Jah­ren) in dem man bis zur Ren­te spa­ren kann.

Umso wich­ti­ger ist es, dass du dei­ne Kos­ten bezie­hungs­wei­se Gebüh­ren, die du jähr­lich für dei­ne Anla­ge zahlst so gering wie mög­lich zu hal­ten. Dies gilt übri­gens nicht nur fürs Inves­tie­ren, son­dern auch für das Finan­zie­ren. Jedes Pro­zent der Til­gungs­zin­sen ent­spricht viel Geld.

 

Fak­tor 3: Der Kapitaleinsatz

Umso mehr Kapi­tal vor­liegt des­to stär­ker wirkt der Zinseszinseffekt.

Dies lässt sich beson­ders gut an dei­ner Alters­vor­sor­ge ver­an­schau­li­chen. Wenn du jetzt in der Lage bist eine gewis­se Kapi­tal­sum­me anzu­le­gen und zusätz­lich wei­ter monat­lich ansparst, dann erreichst du dei­ne Wunsch­sum­me viel frü­her, als nur mit dem Anle­gen monat­li­cher Spar­ra­ten. Es könn­te dir ermög­li­chen, schon mit 60 Jah­ren statt erst 5 Jah­re spä­ter in Ren­te zu gehen.

 

Bei­spiel 1

Zwei Anle­ger möch­ten jeweils eine Kapi­tal­sum­me von 300.000€ bis zur Ren­te anspa­ren um davon dann ihren Ruhe­stand genie­ßen zu können.

Es wird ange­nom­men, dass bei­de Anle­ger 25 Jah­re alt sind und so lan­ge arbei­ten wer­den bis sie die 300.000€ bei einer monat­li­chen Spar­ra­te von 100€ und 6% Ren­di­te, erreicht haben. Der ein­zi­ge Unter­schied ist, dass Anle­ger 1 schon zu Beginn eine Sum­me von 20.000€ in sei­ne Investition ein­brin­gen kann.

Anle­ger 1 mit 20.000€ Start­ka­pi­tal kann sich nach etwas mehr wie 35 Jah­ren in sei­nen Ruhe­stand bege­ben. Anle­ger 2 hin­ge­gen ohne Start­ka­pi­tal muss mehr als 47 Jah­re bis ins Alter von 73 Jah­ren arbei­ten, um 300.000€ anspa­ren zu kön­nen. Also gan­ze 12 Jah­re länger.

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Bei­spiel 2

In einer zwei­ten Annah­me möch­ten bei­de bis zu einem Alter von 65 Jah­ren arbei­ten und dann unab­hän­gig der ange­spar­ten Sum­me in den Ruhe­stand tre­ten. Die rest­li­chen Bestim­mun­gen blei­ben gleich wie in Bei­spiel 1: Wer hat nach den 40 Jah­ren Anspar­zeit wie­viel Geld angespart?

Anle­ger 1 kann sich im Alter von 65 Jah­ren mit einer Sum­me von 397.000€ also fast 400.000€ zur Ruhe set­zen. Anle­ger 2 dage­gen nur mit einer Sum­me von 191.000€ also weni­ger als der Hälf­te von Anle­ger 1.

Die genaue Dif­fe­renz…
397.464€ (Anle­ger 1) – 191.750€ (Anle­ger 2) = 205.714€ Differenz

Abzüg­lich den 20.000€ Start­ka­pi­tal sind es 185.714€ Dif­fe­renz, die allein durch den höhe­ren Zin­ses­zins­ef­fekt ent­stan­den sind.

Trotz­dem bekommt Anle­ger 2 bei einer Ein­zah­lung von 48.000€ mit 143.000€ fast das drei­fa­che an Zin­sen gutgeschrieben.

Anle­ger 1 bekommt bei Ein­zah­lung von 68.000€ (inklu­si­ve 20.000€ Start­ka­pi­tal) sogar fast 330.000€ Zin­sen, also fast den fünf­fa­chen Betrag der Ein­zah­lung gutgeschrieben.

Eben­so kön­nen noch Unter­schie­de bei der Häu­fig­keit der Ver­zin­sung inner­halb eines Jah­res ent­ste­hen. So bekommt man zum Bei­spiel bei unter­jäh­ri­ger Ver­zin­sung auch Zin­sen auf Zin­sen vom Vormonat.

Bei­spiel: Jah­res­ren­di­te 8% = Quar­tals­ren­di­te (3Monate) = 2%

So ist die Jah­res­ren­di­te nicht bei Quar­tals­ver­zin­sung nicht bei 8% son­dern bei 8,24%.

Und was ein Vier­tel Pro­zent auf lan­ge Sicht aus­macht hat man schon bei Fak­tor 2 gesehen.

Fazit

Nicht umsonst sprach schon Albert Ein­stein über den Zin­ses­zins­ef­fekt als das 8te Welt­wun­der.  Wenn du die Macht des Zinses­zins ver­stan­den hast und dir zu Nut­ze machst, dann kannst du vie­le Tau­send Euro im Leben spa­ren bezie­hungs­wei­se ver­die­nen. Vor allem da der Zin­ses­zins­ef­fekt nicht nur in finan­zi­el­ler Hin­sicht, son­dern unter ande­rem auch im Bereich der beruf­li­chen Bil­dung von gro­ßem Nut­zen ist. Denn umso bes­ser dei­ne Fähig­kei­ten aus­ge­bil­det sind des­to mehr Geld wirst du damit ver­die­nen. Denn zwangs­läu­fig wer­fen Spit­zen­fä­hig­kei­ten immer Spit­zen­ren­di­ten ab. So wie gro­ße Kapi­tal­sum­men immer gro­ße Zin­sen abwer­fen und der Zinses­zins ver­stärkt dies sowohl beim Kapi­tal als auch bei dei­nen Fähigkeiten.

Mer­ke dir in jedem Fall fol­gen­de drei Din­ge zum Zinseszinseffekt:

1. Umso frü­her du beginnst des­to mehr kann die Magie des Zinses­zins dir helfen
2. Umso mehr du anfäng­lich ein­bringst, des­to stär­ker hilft dir der Zinseszinseffekt.
3. Umso mehr du regel­mä­ßig spa­ren kannst, des­to frü­her erreichst du dei­ne Ziele.

 

 

 

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